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The Core: Fun Facts zur Reise in den Erdkern

Heute Abend um 20.15 Uhr läuft bei uns der Streifen mit Hilary Swank und Aaron Eckhart, der einen Trupp Wissenschaftler bis in den Erdkern führt. Wir haben uns mal mit der Plausibilität befasst und ein paar interessante Fakten gefunden.

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von Björn Sülter

Am heutigen Dienstag zeigen wir auf SYFY den Film The Core - Der innere Kern aus dem Jahr 2003.

In dem Science-Fiction-Streifen mit Hilary Swank, Bruce Greenwood und Aaron Eckhart dreht sich alles um eine Mission zur Rettung der Erde, die die Crew ins Erdinnere führt. Die Story basiert vage auf dem Roman Unternehmen Core von Paul Preuss, während der Stil an klassische Jules-Verne-Erzählungen erinnert.

Dennoch ist der Film insbesondere unter wissenschaftlich versierten Menschen höchst umstritten. Mitarbeiter der NASA "kürten" vor einigen Jahren beispielsweise die schlechtesten Science-Fiction-Filme aller Zeiten und bedachten unser heutiges Kleinod mit einer Erwähnung. Doch warum? Man bewertete die wissenschaftliche Genauigkeit sowie die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des beschriebenen Szenarios. The Core - Der innere Kern verdiente sich die Nennung mit seiner absurden Prämisse und geriet dabei in Gesellschaft von Roland Emmerichs 2012, Armageddon mit Bruce Willis, Volcano, Außer Kontrolle und The 6th Day.

In der Endabrechnung reichte das sogar für den zweifelhaft erfreulichen zweiten Platz! Das überrascht nicht nur angesichts der genannten Vorbilder, sondern auch beim Blick auf den Cast, ist doch mit Hilary Swank sogar eine zweifache Oscarpreisträgerin an Bord (2000 für Boys Don`t Cry und 2005 für Million Dollar Baby)!

Dennoch ist das Problem des Films eindeutig: Er ignoriert die Grundlagen der Natuwissenschaften! Wir erfahren, dass nach einem riskanten Experiment das Unvorstellbare geschehen ist: Der Erdkern hat aufgehört, sich zu drehen und das schützende Magnetfeld des Planeten löst sich sukzessive auf. Was macht man da? Wie in Armageddon wird ein Team losgeschickt, das mit einer Atombombe zum Mittelpunkt der Erde reisen und den Erdkern wieder in Gang bringen soll.

Wir haben für euch ein paar Fun Facts zum Film gesammelt und wünschen euch trotz oder gerade wegen des Trashfaktors des Streifens beste Unterhaltung damit!

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FaKt 1: Dieses Loch gibt es

Das angeblich tiefste Loch, das jemals gegraben wurde und im Film erwähnt wird, ist überraschenderweise ein echter Fakt: Es handelt sich um ein Borloch in Russland!

Fakt 2: Man kann den Film studieren

An der University of British Columbia in Kanada wird der Film in einem Kurs über die Erde und ihre Ozeane als Lerninstrument verwendet. Man möchte den Studenten damit ermöglichen, die miserable Wissenschaft hinter dem Werk zu analysieren. Ironischerweise wurde allerdings während der damaligen Dreharbeiten bei Vancouver sogar mindestens einer der Professoren dieser Universität von den Filmmachern konsultiert.

Fakt 3: Der falsche Pfirsich

Aaron Eckharts Figur verwendet an einer Stelle des Films einen Pfirsich, um seinen Standpunkt zu erklären. Witzigerweise fand man jedoch keine Frucht, die für die Szene geeignet war. Daher wurde schnell ein Apfel als Pfirsich umlackiert und erhielt einen Pfirsichkern ins Innere. So klappte dann auch die Szene. Hollywood-Irrsinn!

Fakt 4: Das liebe Geld

Man sollte zwar nie in die Hand beißen, die einen füttert (oder einst gefüttert hat), dennoch ließ Aaron Eckhart einmal durchblicken, dass er nach dem 11. September 2001 so große Angst um seine berufliche Zukunft hatte, dass er das Drehbuch weitestgehend unbesehen (und unbewertet) durchwinkte und die Rolle annahm.

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FAKT 5: Die Filmverwirrung

Im ersten Trailer sah man eine Szene, in der die von DJ Qualls gespielte Figur des Theodor Donald „Rat“ Finch für die Reise Aufnahmen von Raumschiff Enterprise und Hot Pockets (Mikrowellengerichte) verlangte. Im nächsten Trailer hatte sich sein Essenswunsch zwar nicht geändert, er wünschte nun aber Abenteuer von SpongeBob Schwammkopf. Im finalen Film waren es neben den Leckereien aus der Mikrowelle dann schließlich Aufnahmen aus Xena - Die Kriegerprinzessin.

Fakt 6: Trekkie-Parallele

Die Geschichte des Films ähnelt dem des Low-Budget-Streifens Deep Core von 2000 in dem Terry Farrell (Dax aus DS9) und Wil Wheaton (Wesley Crusher aus TNG) auftraten.

Fakt 7: GUILTY-PLEASURE

Erstaunlicherweise gehörte der Film zu den heimlichen Leidenschaften des Starkritikers Rogert Ebert. Er erinnerte ihn an ähnlich irre Werke wie Congo, Anaconda oder die erste Tomb-Raider-Verfilmung. Laut seiner Aussage musste er sich immer an den Kopf schlagen und schwarzen Kaffee trinken, um den Film nicht noch anderen Zeitgenossen zu empfehlen.

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Neugierig geworden? Dann seid ihr bereit für heute Abend. 20.15 Uhr gibts The Core - Der innere Kern auf SYFY. Viel Spaß!

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