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The Suicide Squad: Wie James Gunn Superman zum Hauptbösewicht machen wollte und warum er es doch nicht tat

Vor Starro war Superman. In der neuesten Ausgabe des Podcasts Script Apart enthüllte Regisseur und Drehbuchautor James Gunn, dass es eine Zeit gab, in der er erwog, den Mann aus Stahl zum Oberfiesling in The Suicide Squad zu machen.

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»Ich hielt das für eine sehr interessante Geschichte«, sagt der Filmemacher. »Aber als ich dann auf Starro kam…er ist eine Figur, die ich in den Comics liebte. Ich denke, er ist ein perfekter Comic-Charakter, weil er absolut grotesk, aber auf seine Weise auch ziemlich furchteinflößend ist… Er machte mir riesige Angst, als ich ein Kind war, wenn er diese Facehugger auf Superman und Batman ansetzte und so weiter. Ich dachte mir, dass er einer von den großen DC-Bösewichtern war, der möglicherweise nie in einem anderen Film auftauchte. Und falls doch, würde man so etwas wie eine Schattenwolken-Version Starros erschaffen – keinen riesigen, laufenden Seestern, ein leuchtend rosafarben-himmelblaues Kaiju (ein japanisches Riesenmonster a’la Godzilla, Anm. d. Übers.) – ein wahnwitziger, strahlender Bösewicht.«

Eine Rolle für die Entscheidung, Superman fallen zu lassen spielte auch der Umstand, dass das DC Extented Universe nach wie vor daran scheiterte, einen klaren Weg nach vorn zu beschreiten – besonders in Hinblick auf Stars wie Henry Cavill -, als Gunn in der Entstehungsphase der Handlung steckte. »Da war die Frage „Wer ist Superman im DCEU? Befindet sich dieser Film außerhalb des DCEU?“ und dergleichen mehr«, fährt Gunn fort. »Ich wollte mich damit nicht wirklich befassen. Ich wollte nur eine gute Geschichte erzählen.«

Der Witz an der Sache ist, dass Superman unter den potenziellen Projekten war, die man dem Regisseur anbot, nachdem Disney ihn kurzzeitig bei Guardians Of The Galaxy Vol. 3 gefeuert hatte. Superman sollte in The Suicide Squad als eine Art Verdeutlichung für die mörderische Natur des von Idris Elba gespielten Bloodsport fungieren. Wenn wir der Figur Amanda Waller (Viola Davis) erstmals im Belle- Reve-Gefängnis begegnen, informiert diese ihre Untergebenen (und mit ihnen das Filmpublikum) darüber, dass Robert DuBois den »Mann von Morgen« mit einem einzigen Kryptonit-Projektil auf die Intensivstation befördert hat.

Wie auch immer war Starro letztendlich nicht nur ein perfektes Element für die überlebensgroße Comic-Note, die Gunn in den Film einbringen wollte, sondern auch ein Mittel, die Neigung der USA zur Einmischung in die Belange anderer Nationen kommentieren zu können. »Ist das eher kritisch gemeint oder einfach nur realistisch?«, fragt sich Gunn. »Wir mischen uns seit langer Zeit unfair in die Belange kleinerer Kulturen ein, und das hier ist ein weiteres Beispiel dafür. Ich hoffe nur, es gibt keinen realen Ort, mit dem Amerika unter einer Decke steckt und an dem ein riesiger Seestern von einem fremdländischen Diktator geschaffen wurde, aber wer weiß das schon?«

DC-Fans werden außerdem die Task Force X (alias Suicide Squad) im Videospiel Suicide Squad: Kill The Justice League von Rocksteady Studios gegen Mitglieder der Justice League antreten lassen können – die Veröffentlichung ist im Lauf nächsten Jahres geplant.

The Suicide Squad ist derzeit in den weltweiten Kinos zu sehen sowie auf HBO Max in den USA.

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Dieser Artikel wurde von Thorsten Walch von Moin Moin Medien im Auftrag von SYFY.de übersetzt.

Der Originalartikel stammt von SYFY.com und wurde von Josh Weiss geschrieben.

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