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Von Wonder Woman bis Mulan: Die bestgekleideten Heldinnen: Teil 1

Die Kleidung, die wir tragen, definiert unsere Identität und unsere meistgeliebten Kriegerinnen beweisen, dass Tritte in den Hintern nicht durch althergebrachte Kleidungsklischees vorgegeben werden. Wir haben für euch die zehn bestgekleideten Heldinnen ausgesucht. Heute geht es mit dem ersten Teil dieser kleinen Reihe los.

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Selbstschutz ist der oberste Zweck kampfbewährter Ausrüstung, weshalb Leder und Metall die Garderobe von Kriegerinnen dominieren. Eine Rüstung dient aber auch als unverkennbares Zeichen der Zugehörigkeit zu einer Gruppe oder einem Clan und verhindert Verwechslungen – es sei denn, dies ist Teil eines Plans.

Kampf ist in klischeehaften Denkmustern eine Männerdomäne, weshalb einige der Frauen auf unserer Liste ihr Geschlecht verbergen müssen, um Seite an Seite mit ihren Kampfgefährten zu marschieren, zu reiten und zu kämpfen – die Bekleidung ist dabei häufig ein großer Teil dieser List. Aber nicht alle Trupps und sonstigen Berufungen unterliegen solchen Beschränkungen: Das Genre beginnt zunehmend damit, Frauen in Anführer-Rollen zu präsentieren. Somit ist es möglich geworden, dass Rüstungen zum Stilmittel werden – Kettenhemden und Brustpanzer spielen auf Laufsteg und rotem Teppich eine ebenso große Rolle wie in ihrer Schutzfunktion. Verschiedene Schauplätze und Ären nehmen Einfluss auf das Design, doch eine Sache eint die Frauen auf dieser Liste: Einprägsame Looks, denen weder Funktionalität noch Modebewusstsein fehlt. Die Frauen auf der nachfolgenden Liste aus Comicadaptionen und Franchises lehren allesamt Modelektionen auf den Schlachtfeldern aller Zeitalter. Der zweite Teil dieses Artikels folgt am Wochenende.

Andromache von Scythia (Charlize Theron)

The Old Guard

Andromache nennt sich angesichts ihres gesunkenen Ansehens im 21. Jahrhundert nun Andy. In ihrem Jahrtausende währenden Leben hat Andy sicherlich keinen Trend verpasst. Damit macht es Sinn für die desillusionierte Kriegerin, die Einfachheit von Jeans, T-Shirt und robusten, von Kostümbildnerin Mary E. Vogt designten Stiefeln zu wählen. Anpassen statt herausragen ist ein deutlich besserer Weg zum Verbergen der Unsterblichkeit, und auf welche Weise sieht man cooler aus? Zweckmäßige Kleidung hat die Rüstung ersetzt, aber Andy hat ihre tödlichen Hilfsmittel noch immer zur Hand. Mode ist zeitgebunden, aber Waffen in der Hand einer Kämpferin sind zeitlos.

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Brienne von Tarth (Gwendoline Christie)

Game of Thrones

Um ihren angeborenen Status einer Lady zu verbergen, lässt Briennes Rüstung jeden Hinweis auf ihre Weiblichkeit vermissen. Anfänglich vermied Kostümdesignerin Michele Clapton sämtliche weiblichen Kurven an Briennes Brustpanzer, um ihr Aufgehen in einer Rolle zu symbolisieren, die normalerweise ausschließlich von den Männern von Westeros eingenommen wird. Ihre schlichte Kampfausrüstung erhält eine Erweiterung durch Jaime Lannister (Nikolaj Coster-Waldau), und sie behält ihren roten und goldenen Gürtelschmuck auch, als sie zum Leder und Pelz der Starks überwechselt. Die Vermischung solcher Markenzeichen ist nicht einfach, aber Brienne gelingt dies mit Stil.

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Diana Prince (Gal Gadot)

Wonder Woman

Während der Jahrhunderte hat Diana Prince einige Stilwechsel durchlaufen. Lynda Carter machte in der TV-Serie kitschige mit Sternen bedruckte ultrakurze Shorts zusammen mit einem roten und goldenen Bustier bekannt. Diese wichen der an antike Zivilisationen angelehnten Rüstung in der aktuellen Verkörperung durch Gal Gadot. Beides hat seine Vorteile, wobei das eine praktischer ist als das andere. Kugelsichere Armschienen vereinen beide Versionen und beide Frauen bestechen auch durch die Wahl ihrer außerdienstlichen Kleidung. Im kommenden Wonder Woman 1984 präsentiert Kostümdesignerin Lindy Hemming erstmals eine neue geflügelte Goldrüstung sowie ein raffiniertes weißes Kleid, perfekt geeignet zum Herumwirbeln mit einem heißen Date am Lincoln Memorial in Washington, DC – ein Gegensatz zu einigen extremen Trends der 80er-Jahre.

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Elektra Natchios (Élodie Yung)

Marvel’s  Daredevil

Elektras Look in Marvel's Daredevil gestaltet sich für die tödliche Assassine eher einfach. Vergessen sind die Lederweste und die knappen Hüfthosen, die Jennifer Garner im Film von 2003 trug. Designerin Lorraine Calvert unterstreicht Elektras Kampfstil mit einem zweckmäßigen Ansatz. Klare Linien und begrenzte Auswahl erzeugen eine einfache Ästhetik, die an die eigenwillige Atmosphäre dieser Welt angepasst ist. Elektra kämpft letztlich in einem eleganten weißen Strickpulli, der zwar nicht sehr funktional, dafür aber sicherlich ungemein bequem ist. Sich vor Blutflecken zu schützen mag eine Herausforderung sein, doch ist die Kleidungswahl sicherlich praktischer als ein permanenter Kostümwechsel.

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Éowyn (Miranda Otto)

Der Herr der Ringe

Raffinierte Kleider sind sicherlich nicht die beste Kampfaufrüstung in Mittelerde noch verbergen sie die Identität einer Dame, die sich eigentlich nicht auf dem Schlachtfeld befinden sollte. Éowyn schlägt dort einen erheblich zünftigeren Weg ein, um keine Aufmerksamkeit auf ihre Anwesenheit zu ziehen. Ganz gewiss kein Anlass für ätherische Elben-Kleider – stattdessen legt sie Kettenhemd und Rüstung an. Ein übergroßer Helm und ein sackleinenes Musselin-Kleid mit Kapuzenumhang runden den hastig zusammengestellten Look ab. Éowyn braucht keine Buntheit für den spannenden Moment, in dem sie Helm abnimmt und zeigt, dass sie kein Mann ist. Die Präsentation ihrer langen Locken, ohne dabei wie in einer Shampoo-Werbung zu wirken ist keine leichte Herausforderung. Doch diese Kriegerin zeigt schnell, dass sie das Zeug für den Kampf gegen Ringgeister hat.

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Dieser Artikel wurde von Thorsten Walch von Moin Moin Medien im Auftrag von SYFY.de übersetzt.

Der Originalartikel stammt von SYFY.com und wurde von Emma Fraser geschrieben.