News /

Warum wir Superman lieben - und die Snyder-Filme ihm Unrecht getan haben

Superman feiert diese Woche seinen 80. Geburtstag. Eine Ikone, geboren während der Großen Depression, deren Mission von Wahrheit und Gerechtigkeit eine ganze Generation inspiriert hat. Superman ist eine Legende und von einer Langlebigkeit, die unangefochten unter den anderen Superhelden ist. Diese kulturelle Signifikanz ist es aber auch, die die neueste Kinoadaption des Mann aus Stahls von Zack Snyder zu so einer Enttäuschung gemacht hat. 

Superman

"Es muss ein paar motivierende Momente geben in einem Superman-Film. Man will ihn doch anfeuern, oder etwa nicht? Man will begeistert werden und nicht depressiv.", sagte der Autor Glen Weldon jüngst in einer Episode des Podcasts "The Fandom Files". "Ich bin bisher so gut wie aus jedem Superman-Film mit dem Gefühl gekommen, dass sie es nicht ganz geschafft haben, ihm gerecht zu werden. Sie laden ihn mit so viel Dunkelheit auf. Er lächelt ja nicht mal."

Weldon, der auch bei einem Radioprogramm des Senders NPR mitwirkt, ist schon sein ganzes Leben lang ein Geek und der Autor von zwei sehr wichtigen Werken über DC Comics, darunter auch "Superman: The Unauthorized Biography". Es gibt wenige, die den Mann aus Stahl - oder dessen Stellenwert für die amerikanische Gesellschaft - so gut kennen wie Weldon. Seine liebenswerte Darstellung von Superman ist optimistischer, mit ein paar dunkle Schatten, die von seinem inneren Konflikt stammen, niemals genug zu sein. 

"Jeder der sagt, man könne keine mitreißende Geschichte über Superman erzählen, weil er eh immer alles schafft, hat ein fundamental falsches Verständnis von dem Charakter.", sagt er. "Denn was er wirklich will, ist unmöglich. Er will nämlich alle retten. Man kann ihm einen sehr interessanten Konflikt verpassen, indem man zeigt, dass er alles im Universum mögliche machen kann, außer das eine, das er wirklich will. Einige der besten Superhelden-Geschichten beruhen auf dieser inneren Zerissenheit."

Weldon erklärt weiter, dass eines der besten Dinge an Superhelden ja sei, dass sie uns mit einem moralischen Grundgerüst ausstatten. Ehrgeizige Figuren mit einer simplen Botschaft. Charaktere, mit denen wir aufwachsen können und die uns dabei helfen, uns wieder mal wie Kinder zu fühlen.

"Das sind Charaktere für Kinder.", sagt Weldon. "Sie sind dafür da, uns wichtige moralische Lektionen zu erteilen. Natürlich können wir sie verkomplizieren und so mutig machen, wie wir wollen. Aber am Ende des Tages sind sie cool aussehende Leute, die besondere Dinge machen können. Sie sind ehrgeizig, aber oft machen vor allem die visuellen Komponenten, die Farbkombinationen, sie zu den Charakteren, die sie sind." 


Tags: Superman   DC Comics   Krypton