News | 19 Tage

Wynonna Earp: Eine Serie für Fans von Buffy und Firefly?

Mit ihrer kreativen Mischung aus Fantasy-, Horror- und Westernelementen bietet Wynonna Earp auch Fans der Kultserien Buffy und Firefly ein ideales Zuhause. Wir erklären euch warum und, worauf ihr euch freuen dürft.

Wynonna Earp 01 103 0928 0074

Wynonna Earp bietet eine seltene Mischung aus Fantasy-, Horror- als auch Western-Elementen, was ihr von vornherein ein Alleinstellungsmerkmal im Dschungel fantastischer TV-Produktionen verleiht. Doch gibt es bei alledem auch Parallelen zu anderen populären Serien. Somit dürften auch Fans zumindest zweier anderer Kultserien ihre Freude an den Abenteuern von Wynonna Earp haben. Die Rede ist von Buffy: Im Bann der Dämonen sowie Firefly: Der Aufbruch der Serenity.

Blickwinkel: Buffy

Im Falle von Buffy liegen besagte Parallelen vor allem im Aufbau der Handlung und der Charakterisierung der Hauptfiguren. Die junge Buffy Summers (Sarah Michelle Gellar) kommt als 16-jährige zusammen mit ihrer Mutter in die kalifornische Stadt Sunnydale, welche auf einem Höllenschlund erbaut wurde, wie Buffy erfahren muss. Aus diesem Grund ist die Stadt ein Tummelplatz vorwiegend für Vampire, aber auch andere übernatürliche Kreaturen, was Buffy recht bald nach ihrer Ankunft erfahren muss. Und mehr noch: Buffy stellt sich als eine sogenannte Jägerin heraus, von höheren Mächten dazu auserkoren, die schattenhaften Kreaturen zu bekämpfen. Buffy nimmt ihr schweres Schicksal an und erhält dabei Unterstützung von ihrer bald besten Freundin Willow Rosenberg (Alyson Hannigan), ihrem nerdigen Schulkameraden Xander Harris (Nicholas Brendon), dem Schulbibliothekar Rupert Giles (Anthony Stewart Head), der in Wahrheit als geheimnisvoller »Wächter« Buffys Wirken überprüfen muss sowie dem Vampir Angel (David Boreanaz).

Im Lauf der insgesamt sieben Serienstaffeln kommen vielerlei Freunde und Feinde Buffys hinzu, deren Gesinnung oftmals gar nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist beziehungsweise mitunter auch wechseln kann, darunter Spike, ebenfalls ein Vampir (James Marsters), seine Gefährtin Drusilla (Juliet Landau) oder die eigensüchtige Cordelia Chase (Charisma Carpenter).

Buffy – Im Bann der Dämonen startete erstmals im Jahr 1997, zu einer Zeit, als die TV- und Filmwelt einen ungeheuren Boom an Mystery-Stoffen erlebte. Mit der auf einem Kinofilm von 1992 basierenden Serie wollte man damals auch junge Zuschauer für das Genre begeistern, das seinen Siegeszug mit Akte X begonnen hatte und schuf einen bis heute erfolgreichen Dauerbrenner, der nach wie vor seine Fans hat und auch neue findet.

Anhand der Beschreibung jedenfalls kann man die Parallelen zu Wynonna Earp unschwer erkennen: In beiden Serien geht es um junge Frauen, die ohne eigenes Zutun in den Kampf gegen gefährliche übernatürliche Mächte verwickelt werden und sich gegen ihre Bestimmungen nicht wirklich wehren können. Während es sich bei Wynonna (Melanie Scrofano) um den Familienfluch der Earps handelt, welcher sie dazu verdammt, die aus der Hölle zurückkehrenden »Revenants« eben dorthin zurückzuschicken, ist es bei Buffy die Bestimmung höherer Mächte, die ein mit besonderen Fähigkeiten ausgestattetes Mädchen aus jeder Generation bestimmen, um sich den dämonischen Feinden entgegenzustellen. Doch müssen weder Wynonna noch Buffy ihre Kämpfe allein ausfechten: Wo der ältesten Erbin der Earps ihre jüngere Schwester Waverly (Dominique Provost-Chalkley), der US-Marshall Xavier Dolls (Shamier Anderson) sowie Doc Holliday höchstpersönlich (Tim Rozon) zur Seite stehen, kann sich Buffy auf Willow, Xander, Angel und ihren Mentor Giles verlassen.

Ein wesentlicher Unterschied jedoch besteht in der Tatsache, dass Buffy und ihre Freunde zumindest zu Serienbeginn Teenager sind und ihre Kämpfe bestehen müssen, während sie gleichzeitig die Schulbank drücken und sich mit den anderweitigen Widrigkeiten jugendlichen Lebens herumschlagen. Wynonna und ihr Team hingegen sind dem Jugendalter bereits entwachsen und stehen mehr oder weniger fest mit beiden Beinen im alltäglichen Leben. Aber das grundsätzliche Handlungsprinzip beider Serien ähnelt einander: Starke junge Protagonistinnen im Kampf gegen feindliche Dämonen: Ein Konzept, das sicherlich so schnell nicht aussterben wird.

Wynonna Earp 01 112 0203 0988

Blickwinkel: Firefly

Anders gelagert liegen die Parallelen zur zweiten Serie: Firefly: Der Aufbruch der Serenity, übrigens ebenso wie Buffy erdacht und konzipiert von Ausnahmetalent Joss Whedon (der auch die beiden ersten Avengers-Kinofilme des Marvel Cinematic Universe inszenierte): Hier geht es nicht um eine junge Frau, die sich mit dämonischen Kreaturen herumschlagen muss – jedenfalls nicht ausschließlich.

Firefly ist eine ungemein innovative Science-Fiction-Serie aus dem Jahr 2002, in deren Mittelpunkt Captain Malcolm »Mal« Reynolds (Nathan Fillion) des Raumschiffes Serenity und seine Crew »Wash« Washburne (Alan Tudyk), dessen Frau Zoë (Gina Torres), der machohafte Ex-Soldat Jayne Cobb (Adam Baldwin), Mechanikerin »Kaylee« Frye (Jewel Staite) und ihre Passagiere Shepherd Book (Ron Glass) und der Arzt Dr. Simon Tam (Sean Maher) mit seiner geheimnisvollen Schwester River (Summer Glau) stehen. Die Abenteuer der Serenity spielen zu Beginn des 26. Jahrhunderts: Da die Erdbevölkerung mehr und mehr angewachsen ist, wurde die Kolonisation und Urbarmachung fremder Planeten notwendig. Sie alle werden überwacht und kontrolliert von der despotischen Allianz der Planeten, die auch für verheerende Kriege und andere Scharmützel in dieser alles andere als rosigen Zukunft verantwortlich ist.

Whedon schuf mit dieser Serie gekonnt einen Gegenpol zu den positiven Utopien des Star-Trek-Universums, von dem sich Firefly innovativ abheben sollte. Ein Großteil der Kolonien in der Serie erinnert recht offen an die Welt des Wilden Westens, sowohl was die Optik als auch das raue Miteinander der dort lebenden Menschen anbetrifft – und an diesem Punkt setzen die Parallelen zu Wynonna Earp ein. Zwar kämpfen Captain Reynolds und seine Crew nicht gegen Dämonen (wenngleich die menschenfressenden degenerierten, an Ghouls oder auch Zombies erinnernden »Reavers« in der Serie durchaus entsprechende Züge tragen), sondern gegen die Machenschaften besagter Allianz. Doch geschieht auch dies in einer Neo-Western-Atmosphäre, die recht deutliche Anklänge an die harsche Pionierzeit des amerikanischen Westens aufweist. Während Wynonna Earp mit ihrem »Peacemaker« auf die Jagd nach wiederauferstandenen Finsterlingen aus dem Wilden Westen geht, müssen Mal Reynolds und seine Leute den ihrer Zeit gemäßen modernen Westernbösewichten zeigen, was eine Harke beziehungsweise ein Colt ist.

Damals wie heute ist die Western-Thematik ein beliebtes Element bei den Zuschauern auch fantastischer Serien: Schließlich bringt sie einen gehörigen Schuss Exotik in manche Geschichten, die das Publikum in ähnlicher Form vielleicht bereits gesehen hat. Aus diesem Grund sei Wynonna Earp trotz vieler stylistischer Unterschiede durchaus auch den Fans von Firefly ans Herz gelegt, die nach wie vor eine späte Fortsetzung der Serie zu erreichen versuchen.

Auf alle Fälle sollten sich Fans ungewöhnlicher Fantastik ein eigenes Bild von der neuen Serie Wynonna Earp machen, die ab dem 11. November bei SYFY zu sehen sein wird. Spannende Unterhaltung ist auch hier garantiert!

Wynonna Earp 01 101 0916 0042

SYFY zeigt die Serie ab 11. November exklusiv mit drei Folgen am Stück mittwochs und donnerstags ab 20.15 Uhr. Die ersten drei Staffeln laufen ab dem 11. November als deutsche TV-Premiere. Die vierte Staffel startet im Januar 2021 nach einer kurzen Weihnachtspause. Alle Folgen sind nach Ausstrahlung auch auf Abruf verfügbar.

Wynonna Earp 01 K E Y 16 9 N O T T